„Ich mache das eben schnell selbst“ ist keine Führung


Kurzfristig spart es Zeit. Langfristig kostet es Verantwortung.
Viele Führungskräfte kennen diesen Gedanken.
„Ich mache das eben schnell selbst.“ „Dann geht es schneller.“ „Bevor wir jetzt lange diskutieren …“
Und oft stimmt das sogar.
Kurzfristig.
Doch genau hier entsteht ein Problem.
Wenn Führungskräfte dauerhaft einspringen, selbst lösen, selbst entscheiden und selbst nacharbeiten, passiert etwas im Team:
Verantwortung wandert nach oben zurück.

Verantwortung wandert nach oben zurück
Mitarbeitende gewöhnen sich daran, dass die Führungskraft am Ende ohnehin übernimmt.
Nicht aus böser Absicht. Sondern weil es sich so entwickelt hat.
Das kostet Eigeninitiative. Lernkurven. Und langfristig auch Motivation.
Führung bedeutet nicht, jede Lösung selbst zu liefern.
Sondern den Raum zu schaffen, in dem andere Verantwortung übernehmen können.
Manchmal beginnt das mit einer einfachen Frage:
Diese Frage verändert Gespräche. Weil sie den Fokus weg vom Problem und hin zur Verantwortung lenkt.
Natürlich braucht es Situationen, in denen Führung schnell entscheidet oder eingreift.
Aber nicht jede offene Frage ist automatisch ein Führungsproblem.
Klartext-Impulse
Gute Führung entsteht nicht dadurch, dass alles an der Führungskraft hängen bleibt.
Sondern dadurch, dass Verantwortung im Team wachsen kann.


